Otto Bauer

by bene

* 5. September 1881 in Wien
† 5. Juli 1938 in Paris
Pseudonym: Amos
Bauer war ein österreichischer Politiker der Sozialdemokratie und Theoretiker des Austromarxismus

LEBEN

BÜCHER VON UND ÜBER OTTO BAUER

Edition Thomas Gimesi

Interessierten LeserInnen standen bislang nur wenige Möglichkeiten offen, sich mit Otto Bauers Schriften zu befassen. Einige Originalexemplare finden sich noch in Bibliotheken, doch selbst die käuflich zu erwerbenden Exemplare der Werkausgabe, welche erst im Jahre 1975 — knapp 40 Jahre nach seinem Tod — erschienen ist, sind lediglich über Antiquariate und zum Teil nur unter beträchtlichen Kosten zu beziehen. Diesem Umstand Rechnung tragend, wurde der Entschluss gefasst, ausgewählte Schriften Otto Bauers in modern aufbereiteter Form als erschwingliche Paperback-Ausgaben und – in den meisten Fällen – als E-Books zu veröffentlichen. Bei vorliegenden Ausgaben handelt es sich um vollständig überarbeitete Versionen der jeweiligen Originale mit einem Vorwort des Herausgebers zum Leben und Wirken Otto Bauers.

Otto Bauer: Ausgewählte Werke

Der Weg zum Sozialismus, Ausgewählte Schriften Band 1

Zwischen zwei Weltkriegen? Die Krise der Weltwirtschaft, der Demokratie und des Sozialismus, Ausgewählte Schriften Band 2  

Bolschewismus oder Sozialdemokratie?, Ausgewählte Schriften Band 3

Die österreichische Revolution, Ausgewählte Schriften Band 4

Die Sozialisierungsaktion im ersten Jahr der Republik, Ausgewählte Schriften Band 5

Sozialdemokratie, Religion und Kirche: Ein Beitrag zur Erläuterung des Linzer Programms, Ausgewählte Schriften Band 6

Mehr Infos unter ottobauer.works

Otto Bauer
Der große Illusionist (1881-1938)
Ernst Hanisch

Otto Bauers Traum vom Sozialismus ist zerplatzt, aber die Frage nach einer gerechteren Gesellschaft ist aktueller denn je. Was können wir heute aus seiner Biografie lernen? Er verband höchste Intelligenz, eine scharfe Analysefähigkeit auf vielen Gebieten mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft der Menschheit. Er war kein Zyniker der Macht, sondern ein bescheidener, eher schüchterner Mensch. In kritischen Situationen hatte er Scheu vor der Macht. Als brillanter Rhetoriker und Theoretiker aber prägte der führende Sozialdemokrat die Geschichte der österreichischen Ersten Republik maßgeblich. Licht- und Schattenseiten dieses Politikers und Menschen werden siebzig Jahre nach seinem Tod erstmals umfassend analysiert und kritisch bewertet.

Ernst Hanisch
Otto Bauer. Der große Illusionist (1881-1938)
ISBN: 978-3-2057-8601-6

 

Marxismus als Sozialwissenschaft
Rechts- und Staatsverständnis im Austromarxismus
Fisahn, Schille, Ciftci (Hrsg.)

Austromarxismus ist der Sammelname für eine Gruppe österreichischer Marxisten, die im österreichischen Kontext und darüber hinaus den erfolgreichen Versuch machten, die überlieferte, aber in entscheidenden Teilen unabgeschlossene und vieldeutige Marxsche Theorie auf einer Reihe von neuen Feldern zu erproben. Das geschah in ständiger Auseinandersetzung mit den Entwicklungen in der Philosophie und Sozialwissenschaft, in der Ökonomie, der Rechtstheorie und der Psychologie. Die führenden Köpfe der Gruppe – Max Adler, Otto Bauer, Karl Renner, Rudolf Hilferding, Gustav Eckstein – haben alle höchst bemerkenswerte und innovative Beiträge zur Staatstheorie und zur politischen Theorie im weiteren Sinne geleistet, die für gegenwärtige Auseinandersetzungen um die Krise bzw. die Zukunft eines „demokratischen“ und „sozialstaatlichen“ Kapitalismus wegweisend sein können. Es zeichnet diese Autoren aus, dass sie die tradi­tionellen Dichotomien von „Reform“ und „Revolution“ bzw. „Evolution“ und „Revolution“ zu überwinden suchten.

Mit Beiträgen von
Andreas Fisahn, Armin Puller, Eveline List, Folke große Deters, Gerhard Botz, Günther Sandner, Kolja Möller, Lutz Musner, Richard Saage, Ridvan Ciftci, Thilo Scholle, Uli Schöler.

Andreas Fisahn, Thilo Scholle, Ridvan Ciftci (Hrsg.)
Marxismus als Sozialwissenschaft
Rechts- und Staatsverständnis im Austromarxismus
ISBN: 978-3-8487-1237-3

The Austrian Revolution
Otto Bauer

Der Klassiker des Austromarxismus das erste Mal ins Englische übersetzt. Otto Bauer zeichnet die Entwicklung dreier gleichzeitig, sich überlappenden revolutionären Wellen nach: eine nationale Revolution für Selbstbestimmung, die das kaiserliche Österreich-Ungarn zu Fall brachte; eine bürgerliche Revolution für parlamentarische Republiken und allgemeines Wahlrecht; und eine soziale Revolution für ArbeiterInnenkontrolle, Betriebsräte und Wirtschaftsdemokratie.

Bauer erzählt die Geschichte der österreichischen Revolution mit der Unmittelbarkeit eines zentralen Teilnehmers und mit der ganzen Einsicht eines brillanten und originellen Theoretikers.

Otto Bauer
The Austrian Revolution
Herausgegeben von Eric Canepa & Walter Baier
Sprache: Englisch
ISBN: 978-1-642-592-566

Otto Bauer (1881 - 1938)
Thinker and Politician
Ewa Czerwinska-Schupp

Otto Bauer war einer der wichtigsten politischen Führer der österreichischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und hatte einen weitreichenden Einfluss auf die sozialistische Bewegung in ganz Europa. Von seinen Theorien über den Imperialismus und der nationalen Frage bis hin zu seiner täglichen praktischen Aufbau einer Massenorganisation prägten Bauers Beiträge die Erste und Zweite Internationale. Die vorliegende kritische Biografie untersucht seine Ideen und ihr Vermächtnis.

Ewa Czerwinska-Schupp
Otto Bauer (1881-1938). Thinker and Politician
Sprache: Englisch
ISBN: 978-1-608-468-171

Forschung

Otto Bauer und der “integrale Sozialismus”

von Prof. Michael Krätke, In: SPW Nr. 05/2013

Ein Oktoberabend im Krisenjahr 1930. Die Berliner Sozialdemokraten, die Jungsozialisten strömten in Massen in den Sportpalast, um Otto Bauer zu hören. Bauer, der charismatische Führer der österreichischen Sozialdemokratie, der führende Kopf der Sozialistischen Arbeiterinternationale, der vielgelesene Autor, hielt
einen Vortrag über die „Langen Wellen”. Er erklärte seinen überwiegend jungen Zuhörern, warum die Weltwirtschaftskrise, die im Oktober 1929 begonnen hatte, viel länger dauern und weit schlimmere Verheerungen in der kapitalistischen Weltwirtschaft anrichten werde als alle bisherigen Krisen in der Geschichte des Kapitalismus. Mehr dazu >

Otto Bauer – Die Mühen des dritten Wegs

von Prof. Michael Krätke, In: SPW Nr. 98/1997

Als Otto Bauer mit 57 Jahren am 4. Juli 1938 im Exil in Paris starb, da schien alles zerstört und verloren, wofür er gekämpft hatte: die sozialistische Arbeiterbewegung in Österreich, ihre weltweit bewunderten Aufbauleistungen im Roten Wien, die Demokratie und zuletzt auch die Unabhängigkeit der Republik Deutschösterreich, die wenige Monate zuvor dem “Anschluß” zum Opfer gefallen war. Den Kommunisten galt er als Verräter, den Konservativen und Klerikalen als heimlicher Bolschewist. Otto Bauer ist zu Lebzeiten und auch später für viele Niederlagen und Fehlentwicklungen der österreichischen und der europäischen Arbeiterbewegung haftbar gemacht worden. Bis heute steht eine seltsame Einheitsfront der linken und rechten Kritiker des Austromarxismus (von Lenin bis Leser, s. Literaturangaben), seines Dritten Weges und Otto Bauers im besonderen. Mehr dazu >

Im Originalton

Otto Bauer: Wahlrede 1930

Otto Bauer (1881-1938) spricht in einer Wahlkampfrede über die Weltwirtschaftskrise von 1929 und warnt vor dem aufkommenden Faschismus der Heimwehr.

Beiträge zu Otto Bauer

Austromarxismus und politische Ökonomie

In der Vortragsreihe “Karl Marx im 21. Jahrhundert” sprach Dr. Michael R. Krätke, Professor für Politische Ökonomie an der Lancaster University über die Klassiker des Austromarxismus und Otto Bauers Beitrag. Moderiert von Mag. Harald Wildfellner. Wissensturm Linz, 02.05.2018.

90 Jahre BetriebsrätInnengesetz

Kurzer Beitrag des ÖGB OÖ über das BetriebsrätInnengesetz und Otto Bauers Beitrag zu demselben.