You don’t know the half of it

Es muß ja um ein großes Geheimnis gehen, wenn man nicht mal die Hälfte davon weiß. Aktuelle Studien über das Ausmaß der Ungleichheit in den USA und über die in Steueroasen geparkten Geldvermögen zeigen einen großen und geheimen Sachverhalt:
1. Das Ausmaß der Ungleichverteilung ist bedeutend größer als angenommen und
2. sehr gut in Steueroasen versteckt, also wirklich ein Geheimnis.
Das wollen wir hier lüften:

Zuerst zur Ungleichverteilung: Im Zeitraum von 1980 – 2010 hat sich der Anteil der 90% mit dem geringsten Verdienst am gesamten Einkommen in den USA um 4,8% verringert, während das oberste Zehntausendstel sein Vermögen mehr als vervierfacht hat.

Anteile am Einkommen in den USA

Der zweite Punkt betrifft wohl einen der am besten versteckten Sektoren der globalen Wirtschaft, die Offshore Ökonomie. Es geht dabei um Geldvermögen, das ohne zu versteuern angelegt wird. Die Größenordnung ist bei konservativer Schätzung immer noch unglaublich: Es geht um 12-20 Billionen US-Dollar die nicht besteuert wurden. Die entgangenen Steuereinnahmen fehlen gerade in der Krise vielen Staaten und damit der Allgemeinheit. Betroffen davon sind vor allem Schwellenländer die eigentlich als verschuldet gelten, nimmt man jedoch die versteckten Summen mit hinzu, ist es das private Kapital von wenigen Superreichen  aus diesen Ländern die andere Staaten finanzieren. Der Großteil des Geldes liegt bei den größten 50 privaten Banken von denen einige auch von der öffentlichen Bankenhilfe profitiert haben, sie galten als „too big to fail“.

Beide Studien zeigen zentrale Hintergründe der Krise auf. Zum einen die Ungleichverteilung die große Vermögen bei wenigen Menschen konzentriert. Dieses Geld wird nur selten in die Realwirtschaft investiert, sondern auf den wenig regulierten Finanzmärkten veranlagt. Kommt es dort zur Blasenbildung, sind schnell Banken vom Konkurs bedroht. Werden die vom Staat gerettet, trägt die Allgemeinheit die Kosten.

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