verteilung.at online!

Jahoda-Bauer Institut startet ein weiteres interaktives Informationsportal.

Die Website verteilung.at zeigt Fragen der Verteilungsgerechtigkeit in Österreich. In interaktiven Grafiken ist es möglich Entwicklungen in verschiedenen Zeitperioden zu vergleichen oder die Verteilungsfragen zwischen Einkommensgruppen nachzuvollziehen. Nutzerinnen und Nutzer sollen sich selbst ein Bild machen können, wie es um die Verteilung in Österreich bestellt ist und auf dieser Basis bewerten wie „gerecht“ unsere Gesellschaft ist.

„Verteilungsfragen sind immer auch Gerechtigkeitsfragen und die drängen sich dann in den Vordergrund der öffentlichen Debatte, wenn die Schere zwischen arm und reich auseinandergeht. In Österreich ist dies gerade der Fall“, erklärt Projektleiter Dr. Georg Hubmann.

verteilung.atInhaltlich geht es um die Verteilung von Wirtschaftswachstum, Einkommen und Vermögen genauso wie um die Frage wer wie viel des Einkommens zur Gemeinschaft beiträgt. Jeder dieser Aspekte betrifft unser Leben und das Funktionieren der Gesellschaft. Nachdem Gerechtigkeitsfragen aber immer auch Ermessensfragen sind, steht auf verteilung.at die Information im Vordergrund. Dazu wurden Daten öffentlicher Institutionen gemeinsam mit einem prominent besetzten Kuratorium nach wissenschaftlichen Standards aufbereitet.

Verteilungsfragen sind aber auch immer Fragen der sozialen und ökonomischen Stabilität. So wurde der relative Abstieg der Lohneinkommensbezieher in den USA (deren Reallöhne seit den 1970ern stagnieren oder zurückgehen) zu einer der zentralen Triebfedern der seit 2008 andauernden Finanz- und Wirtschaftskrise. Grassierende ökonomische Schieflagen haben in der menschlichen Geschichte immer wieder zu Konflikten und Zerwürfnissen geführt und sind daher ein Hauptauslöser sozialer Unruhen auf dem gesamten Globus.

„Die Seite verteilung.at ist ein Beitrag zu einer breiten, sachlichen wie politischen Diskussion an der sich möglichst viele Menschen beteiligen sollen. Denn was gerecht ist, müssen wir letztlich gemeinsam entscheiden“, so Initiator Georg Hubmann über die Ziele des Projekts.

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