Pikettys Thesen #6: Ungleichheit hölt Demokratie aus

Wenn die steigende Ungleich­heit nicht durch politische Maßnahmen eingedämmt wird, werden sich soziale Unruhen häufen und demokratische Strukturen ausgehöhlt.

Piketty bezeichnet den Rentier als „Feind der Demokratie“ und macht damit deutlich, dass eine extreme Vermögenskonzentration demokratische Gesellschaftsstrukturen untergräbt. Diese Gefahr ergibt sich aus dem fundamentalen Widerspruch zwischen der Logik der Vermögensakkumulation und dem Gerechtigkeitsverständnis in unserer Gesellschaft. Moderne Gerechtigkeitsvorstellungen fordern gleiche Lebenschancen für alle Menschen anstatt eines schiefen Spielfelds von Geburt an.

Ungleichheit zerstört Chancen
Piketty zeigt, dass der entfesselte Kapitalismus durch die wachsende Ungleichheit von Vermögen und Einkommen auch die Hoffnung auf Chancengleichheit untergräbt. Mit der ökonomischen Ungleichheit geht auch eine ungleiche Verteilung von Machtverhältnissen, gesellschaftlichen Partizipationsmöglichkeiten und demokratischen Mitspracherechten einher. Diese langfristige Entwicklung droht zu vermehrten sozialen Unruhen und einem substantiellen Legitimationsverlust moderner Demokratien zu führen.

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