Griechenland: Eine Frage des Standpunkts!

In der Mehrheit der deutschsprachigen Medien lesen wir harsche Kritik an der griechischen Regierung. Der spannungsbogen zwischen unerfahren und unhöflich ist nur der freundliche Ausschnitt einer Darstellung die oft jeden Respekt verliert. Dieser Blickwinkel ändert sich sehr rasch, wenn man auf andere meist englischsprachige Quellen zurückgreift. Dort ist der Tenor andersrum, WissenschaftlerInnen und JournalistInnen greifen sich an den Kopf und verstehen Europa nicht mehr wie es denn mit Griechenland umgeht. Die Argumente reichen von volkswirtschaftlich unvernünftig bis sozialpolitisch unmenschlich.

Um hier diesen anderen Standpunkt leichter zugänglich zu machen, haben wir drei Texte des amerikanischen Ökonomen James Galbraith übersetzt. Er schreibt in den Artikel aus dem Juni des heurigen Jahres über seine Einschätzung der ökonomischen und politischen Situation in Griechenland. Sehr lesenswert macht diese Analyse, wenn man gleichzeitig den breiten Tenor vieler deutschsprachiger Medien im Hinterkopf hat. Schnell wird klar, in der Debatte über Griechenland und die Zukunft der Währungsunion entscheidet der Standpunkt!

Das Kaputtsparen mit strenger Hand, die Austeritätspolitik, führt in die falsche Richtung und bringt keinen wirtschaftlichen Aufschwung, die politischen Entscheidungen der Regierung in Griechenland werden nachvollziehbar und Yanis Varoufakis ist gar nicht so verrückt wie er immer dargestellt wird. Im Gegenteil sein Referat zeigt ein ganz anderes Bild und erklärt warum Angela Merkel in Griechenland eine Rede halten sollte. Gerade wegen dieser fundamentalen Unterschiede ist breite Aufklärung wichtig, denn es gibt nicht nur eine Sichtweise. Es gilt endlich ohne Scheuklappen zu diskutieren! Wir sagen: www.stopausterity.eu – jetzt mitmachen!

James Galbraith: Eine Anti Austeritätsregierung für Europa
James Galbraith: Böswillige Absichten
James Galbraith: Was heißt hier Reform?
Yanis Varoufakis: Griechenland, Deutschland und die Eurozone

 

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