Der Patient Euro ist schwerkrank

und trotzdem wird immer noch die falsche Medizin verabreicht. UNCTAD Chefökonom Heiner Flassbeck erklärte die Ursachen der Euro Krise und die Lösungswege sehr präzise in einem Referat anlässlich der Tagung des Städtbundes Ende Juni in Dornbirn.

So wird aktuell Spanien ein harter Sparkurs auferlegt. Premier Rajoy will in den kommenden zweieinhalb Jahren 65 Milliarden einsparen. Erste Maßnahmen werden eine weitere Kürzung des Arbeitslosengeldes, Kürzungen bei den Gemeindebudgets und eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sein. Das alles in der Rezession in der Spanien steckt und bei einer Arbeitslosenrate von 24%.
Mit diesen Schritten soll das Land sein Defizit anteilig am BIP bis 2014 auf die vorgeschriebene 3 Prozentmarke drücken. Funktionieren wird das nicht. Vielmehr wird der Inlandskonsum weiter einbrechen und Spanien droht in die gleiche Abwärtsspirale wie Griechenland zu geraten. Schlichtweg die falsche Medizin für die Ursachen der Krise.

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